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Neue soziale Ideen im Fokus des Engagementpreises
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Das Weimarer Land in Thüringen ist ländlich, strukturschwach und hat eines der höchsten AfD-Wahlergebnisse Deutschlands. Für Jugendliche bedeutet das oft rechte Normalität und kaum sichere Orte. Reisen statt Resignation setzt genau dort an, nach dem Prinzip „Jugendliche entscheiden, Erwachsene unterstützen“. Junge Menschen zwischen 11 und 23 Jahren planen eigene Ausflüge, Workshops und Radioformate, von der Idee bis zur Umsetzung. Die Angebote rotieren durch die Jugendclubs der Region und bringen Communities zusammen, zwischen denen Vorurteile bestehen. In der nächsten Projektphase sollen auch Jugendliche erreicht werden, die bisher nicht in die Clubs kommen, und Menschen mit Migrationsgeschichte sollen von Anfang an mitentscheiden. Bis Ende 2027 übernehmen die Jugendlichen schrittweise selbst Verantwortung für das Projekt.
Weitere Informationen: Reisen statt Resignation
Die meisten Menschen verbringen einen großen Teil ihres Lebens bei der Arbeit, und doch kommt die Arbeitswelt in den Medien selten aus Sicht der Beschäftigten vor. arbit.mag will diese Lücke schließen. Das Videomagazin für soziale Netzwerke zeigt mit Reportagen aus Betrieben, investigativen Recherchen und erklärenden Formaten, wie Arbeit in Deutschland tatsächlich erlebt wird. Getragen wird es von vier Menschen aus Journalismus, Videoproduktion und Gewerkschaftsarbeit. Vorbild ist das US-Magazin More Perfect Union, das mit Beiträgen über Arbeitskämpfe ein Millionenpublikum erreicht. Im Mittelpunkt steht der Mensch, der die Arbeit macht, und die Frage, was sich an seiner Lage konkret verbessern lässt.
Weitere Informationen: Arbit.Mag
Krieg in der Ukraine, Polarisierung, Klimakrise und technologischer Wandel stellen Europa vor große Herausforderungen. Die Entscheidungen, die heute fallen, prägen vor allem das Leben junger Menschen, doch gerade sie haben selten Zugang zu den Räumen, in denen darüber diskutiert wird. Das Young European Symposium ändert das. Das überparteiliche und ehrenamtlich organisierte Forum bringt Studierende und junge Berufstätige aus verschiedenen Ländern, Bildungswegen und Fachrichtungen in Berlin zusammen. In Panels, Workshops und Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutieren sie, wie Europas Demokratien widerstandsfähig bleiben und gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden kann. Langfristig soll so eine europäische Community entstehen, die demokratische Verantwortung über nationale Grenzen hinweg übernimmt.
Weitere Informationen: Young European Symposium
Das Haus der Würde will Menschen ohne Obdach einen Ort geben, an dem sie Sicherheit, Respekt und Gemeinschaft erfahren. Dafür wird Leerstand umgenutzt und mit vorhandenen Ressourcen, lokalen Initiativen und Ehrenamtlichen zu einem Zuhause auf Zeit gemacht. Das Haus bietet einen gemeinschaftlichen Aufenthaltsbereich, kostenlose Mahlzeiten aus regionalen Lebensmittelspenden, Duschen, Waschmöglichkeiten, Hygieneartikel und Kleidung. Abschließbare Schließfächer und ein Alkohol- und Drogenverbot sorgen für Sicherheit, regelmäßige Besuche von Ärzt:innen und Psycholog:innen für medizinische und psychosoziale Unterstützung. Eine öffentliche Kaffeestation bringt die Nachbarschaft ins Haus und trägt mit ihrem Erlös zu den laufenden Kosten bei. Kreativangebote, Ausstellungen und Wohnzimmerkonzerte stärken Teilhabe, Austausch und Selbstwert.
Weitere Informationen: Haus der Würde
Engagement fördern, Gemeinschaft stärken.
FES-Ehemalige e.V.
c/o Engagementpreis-Stiftung
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